
Versicherungsschutz nicht unterschätzen
27.04.2009
Gute Berater sorgen für maßgeschneiderte Lösungen
Stuhr, April 2009. Umfangreich propagiert die Bundesregierung seit einigen Jahren mehr Mut zur Selbstständigkeit. Frei nach dem Motto „der Staat hilft denen, die sich selber helfen“ haben Förderprogramme für Unternehmensgründungen und -übernahmen Hochkonjunktur. Vom Businessplan über Buchhaltungskurs bis hin zur Finanzierungsstrategie können Jungunternehmer und Start-ups mit Unterstützung rechnen. Die Regierung fördert zwar Selbstständigkeit, sichert sie aber nicht ab. „Unternehmer müssen sich ein eigenes Sicherungsnetz aufbauen“, sagt Dagmar Freund, Geschäftsführerin beim unabhängigen Finanz- und Versicherungsdienstleister Franzen + Partner.
Welche Versicherungen in dieses Netz gehören und auf welche man besser verzichtet, wissen viele Gründer nicht. „Am Anfang sollte man sich auf das Wesentliche beschränken“, meint die Versicherungskauffrau. Dazu gehöre vor allem eine ausreichende Risikoabdeckung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU), „Dread Disease“-Versicherung (DDV) oder Risikolebensversicherung. Die DDV greift, sobald der Versicherungsnehmer schwer erkrankt. Die Policen sichern einen Katalog von Erkrankungen wie beispielsweise Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall ab. Bricht eine dieser Krankheiten aus, erhält der Versicherungsnehmer die Versicherungssumme – je nach Policenhöhe zum Beispiel 250.000 Euro – sofort ausbezahlt. Bei der BU dagegen müssen je nach Versicherungsgesellschaft bestimmte Kriterien erfüllt werden, damit eine monatliche Rente geleistet wird. Zunächst muss aber ein Arzt die Berufsunfähigkeit feststellen, die dann fortan regelmäßig überprüft wird. Die Risikolebensversicherung ist nur sinnvoll, wenn der Versicherte seine Angehörigen absichern möchte oder zur Kreditabsicherung.
„Neben der BU oder DDV sind Haftpflicht-, Kfz- und Krankenversicherungen die wichtigsten Policen, die ein Existenzgründer haben sollte“, so Freund. Je nachdem, welche Sachwerte der Unternehmer besitzt, kommen weitere Policen wie beispielsweise Inhalts-, Elektronik-, Gebäude- oder Maschinenversicherung hinzu. Als weiterer Faden im individuellen Sicherungsnetz gilt die Altersvorsorge. „Erst wenn absehbar ist, wie sich die Unternehmung entwickelt, sollte eine feste Vorsorgevariante gewählt werden. Denn damit sind hohe monatliche Fixkosten verbunden.“
„Auch wenn eine vernünftige Absicherung wichtig ist, darf man die Gesamtkosten nicht aus den Augen verlieren“, betont Dagmar Freund. Vergleichen lohnt sich also, denn meist unterscheiden sich die Policen erheblich – sowohl preislich als auch hinsichtlich der Leistungen. Auf mehrere Meinungen und Angebote von unabhängigen Versicherungsdienstleistern sollte niemand verzichten. Sie haben einen größeren Marktüberblick und sind an keine Gesellschaft gebunden. Freie Berater handeln im Auftrag ihres Kunden und sind damit ihm gegenüber Rechenschaft schuldig.
Weitere Informationen unter:
www.franzen-partner.de
www.bundderversicherten.de
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