Mit dem neuen Klimapaket der Bundesregierung können Sie neue Förderungsmöglichkeiten in Ihre Finanzierung einbinden – das lohnt sich bei energetischen Sanierungsmaßnahmen.

Noch gerade rechtzeitig zum Jahreswechsel wurde das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht verabschiedet. Es ist seit dem 1. Januar 2020 in Kraft — und wird sich für Sie somit das erste Mal zur Jahressteuererklärung am Jahresende auswirken.

Grundzüge des Klimaschutzprogramms für Immobilien

Wie häufig in der Politik, ist auch das Klimaschutzprogramm eine Mischung aus Geboten und Förderungen — die aktuellen Regelungen im Überblick:

Steuerliche Förderung für Selbstnutzer

Bisher konnten Modernisierungs- und Sanierungskosten ausschließlich bei Immobilien als Kapitalanlage abgesetzt werden. Seit dem 1. Januar gibt es aber auch für Selbstnutzer steuerliche Erleichterungen. Zusammengefasst gelten sie für alle Arbeiten und Dienstleistungen rund um die energetische Sanierung der Immobilie, also zum Beispiel auch für die Kosten eines Energieberaters. Dabei können in den ersten zwei Jahren je 7 Prozent (höchstens aber je 14.000 Euro) und im dritten Jahr 6 Prozent (höchstens aber 12.000 Euro) von der Steuer abgesetzt werden. Ein Sonderfall sind in diesem Fall denkmalgeschützte Immobilien: Hier können schon nach älteren Regelungen die Modernisierungskosten für zehn Jahre mit jeweils 9 Prozent von der Einkommensteuer abgesetzt werden.

Steuerliche Förderung für Kapitalanleger

Vermieter können — wie bisher auch schon — die Kosten für die Immobilie ebenfalls von der Steuer absetzen. Das funktioniert über die lineare Abschreibung und wird zu gleichen Teilen über meistens 40 oder 50 Jahre verteilt, also zu je 2 bzw. 2,5 Prozent der Kosten. Modernisierungsmaßnahmen innerhalb der ersten drei Jahre nach Erwerb können komplett abgesetzt werden, allerdings nur bis zur Grenze von 15 Prozent des Gebäudewertes. Ein Sonderfall sind auch hier denkmalgeschützte Immobilien. Hier können Vermieter die Modernisierungskosten höher absetzen: die ersten acht Jahre jährlich mit 9 Prozent und für weitere 4 Jahre mit jeweils 7 Prozent.

Neue Förderungen

Ölheizungen stehen nun auf der schwarzen Liste des Klimaschutzes; deren Einbau ist nur noch bis zum Jahr 2026 erlaubt — und es gibt eine Abwrackprämie für Ölheizungen. Auch werden die Kosten für fossile Energieträger aufgrund des nun eingeführten CO2-Preises teurer werden.

Weitere Förderprogramme

Die bekannten Finanzierungs- und Förderprogramme der KfW eignen sich sehr gut als Ergänzung; Sie können diese in das Finanzierungsgesamtpaket einbinden. Konkret erhöhen sich ab dem 24. Januar 2020 die Tilgungszuschüsse und Voraussetzungen der KfW in den Programmen zur energetischen Sanierung.

Die verschiedenen steuerlichen und finanziellen Förderungen sind sehr attraktiv. Sie lassen sich auch sehr gut in ein generelles Finanzierungspaket einbinden. Fragen Sie uns hierzu gerne.