Steuerliche Veränderungen für 2018
Alle Jahre wieder gibt es das Jahressteuergesetz, mit vielen kleinen Veränderungen. 2018 ändern sich die Vorgaben für Fondsinvestments – Immobilen könnten so noch attraktiver werden.
Die vielen kleineren Veränderungen im Jahressteuergesetz betreffen vor allem den Ablauf rund um die Steuererklärung. Hier werden Fristen verlängert und auch Strafen neu geregelt. Größere Veränderungen stehen jetzt rund um Fondsinvestments an.
Steuern 2018 – die Veränderungen
Für uns alle ist die Beschäftigung mit Steuerthemen meist lästig; allerdings geht es hierbei oft gleich um viel Geld, wenn entsprechende Veränderungen beschlossen werden. Bereits im Frühjahr eines Jahres gibt es dazu in der Regel ein entsprechendes Gesetz. Einige Dinge, die sich im Jahr 2018 ändern, im Überblick:
Steuerumgehungsbekämpfung: Mit dem Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz (StUmgBG) sollen verschiedene Steuerschlupflöcher, vor allem durch Briefkastenfirmen, gestopft oder zumindest erschwert werden, so der Sinn des Gesetzes. Für Sie ist  das wahrscheinlich kein großes Thema. Allerdings: Womöglich müssen Kunden häufiger die Steuernummer mitteilen, wenn sie etwas auf Kredit kaufen.
Neue Fristen: Ab dem Steuerjahr 2018 ist mehr Zeit für die Steuererklärung. Alle Fristen werden verlängert. So muss die Steuererklärung zukünftig erst bis zum 31. Juli (Steuerberater: 28./29. Februar) abgegeben werden. Allerdings ist ab dann auch der Verspätungszuschlag ein anderer: Der muss dann nämlich immer gezahlt werden, unabhängig davon, ob eine Steuererstattung zu erwarten ist. Dafür werden Mindestverspätungszuschläge eingeführt. Ebenfalls eine Vereinfachung ist es, dass Sie ab dann keine Belege mehr einreichen müssen, Sie müssen diese aber vorhalten und auf Verlangen vorzeigen.
Neue Regeln für Fondsbesteuerung: Die für einige Anleger sicherlich gravierendste Veränderung ist die durch die Investmentsteuerreform Anfang 2018. Denn: Fonds müssen zukünftig vorab 15 Prozent Körperschaftsteuer abführen. Anleger erhalten dafür aber eine Teilfreistellung von der Abgeltungsteuer, unabhängig davon, wo der Fonds angesiedelt ist. Für Altanteile gibt es Sonderregelungen: Hier werden bis zu 100.000 Euro steuerfrei gestellt.
Höhere Freibeträge und Zuschläge: Ab 2018 können Sie sich auch auf höhere Freibeträge freuen. Der steuerliche Grundfreibetrag wird dann auf 9.000 Euro angehoben (bei Zusammenveranlagung das Doppelte), der Kinderfreibetrag steigt auf 4.788 Euro und gleichzeitig erhöht sich das Kindergeld um zwei Euro pro Monat und Kind auf dann 194 Euro für das erste, 200 Euro für das zweite und dritte und 225 Euro für jedes weitere Kind.
Die Steuergesetzgebung befindet sich im ständigen Fluss. Sie haben dadurch mal mehr oder mal weniger in der Tasche. Auch aktuelle Diskussionen – wie etwa die um Diesel-Fahrzeuge – können recht schnell neue Steuerideen zur Folge haben. Auch gibt es immer wieder Debatten um die Grundsteuer und die Grunderwerbsteuer – ein Thema, welches auch Viele bewegen dürfte.
Praxistipp:
Gerade die neuen Regelungen zur Fondsbesteuerung machen ein Direkt-Investment in Immobilien womöglich noch attraktiver. Und auch sonst ist es immer gut, wenn nach der Steuererklärung mehr in der Tasche bleibt.